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Buchensämlinge


Lass uns heute Bäume essen ! 

 

Der Waldboden ist überseht mit den Bucheckern vom Herbst und dazwischen tummeln sich kleine frischgrüne Sämlinge. Wie ein kleiner Teppich breiten sie sich in der Frühlingssonne aus und recken langsam ihre Stengel nach Oben.

 

Buchensämlinge oder Keimlinge kann man essen ! Sie wachsen im April mit der Frühlingssonne empor und bedecken den noch herbstlichen Waldflur. Die jungen Triebe schmecken zart grün leicht nussig, je älter und größer sie werden desto zäher und leicht säuerlich sind sie aber immer noch lecker.

 

Im Salat sind sie herrlich (ohne Wurzel) und schauen auch nach Stunden im Dressing noch frisch und knackig aus. Bei älteren Buchenkeimlingen hacke ich die Blätter klein (gerne mit anderen Wildkräutern) und streue sie über Salate, Quiche, Pizza, das Butterbrot, die Eierspeis usw. Möglichkeiten die “frischen kleinen Bäume” zu Essen gibt es genug.

Und angeblich sind die Inhaltsstoffe auch noch stoffwechselanregend und entzündungshemmend ! Watch out beim nächsten Waldspaziergang. Meistens findet man hunderte davon an einem Ort und man kann für einen Salat die Sämlinge ganz leicht aus dem Boden ziehen und sammeln.

Mahlzeit beim Bäume essen!

 

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Löwenzahn

Löwenzahn – Dandelion – Taraxacum

Die Story mit dem Löwenzahn ist eigentlich schnell erklärt – bis auf den Stängel ist alles daran Gesund und essbar!

Löwenzahn wächst wild und schmeckt bis auf die Blüten herb ! Er wächst überall, ist reichlich vorhanden und kann bis in den Herbst gesammelt und frisch angewendet werden.

Blätter als Salat liefern Spurenelemente und Vitamine und stärken das Immunsystem. Die Blätter enthalten angeblich mehr Vitamin A als eine Karotte. Je größer und älter die Blätter desto  bitterer.Auch die Wurzel kann verkocht werden wie Gemüse, ist aber ebenfalls bitter.

Aus den Blüten sogenannten Löwenzahnhonig zu machen klingt gesünder als es ist. Richtigerweise handelt es sich einfach um Sirup – also viel Zucker!

Die Blüten können getrocknet als Tee gut verwendet werden. 

Tee aus Blättern und Blüten stärkt das Immunsystem und wirkt vor allem auf Blase,Niere, Galle reinigend und anregend auf die Verdauungsorgane. Die Wirkung ist leicht abführend, ausleitend. Löwenzahntee wird schon lange traditionell zur Durchspülungstherapie verwendet.

Löwenzahn-Ölauszug ist bei rissiger Haut und spröden Lippen heilsam.

Bei uns findet sich der Löwenzahn zB. im Tee wegen seiner Bitterstoffe „Magenfreund“ oder „Let it Flow“ wegen der Harntreibenden Wirkung und stärkend als “Booster”.

Als Tinktur ist Löwenzahn ein Tonikum und regt unsere Lebensgeister an.

Löwenzahn-Likör schmeckt eher sanft-herb und kann unterstützen bei der Verdauung.

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Ehrenpreis

Ehrenpreis und Ehrenpreis ist nicht gleich Ehrenpreis

 

Allerweltsheil wurde der Ehrenpreis früher genannt und sagt damit schon aus, dass er früher ein vielgenutztes Heilkraut war.
Der Englische Name „Speedwell“ weist ebenfalls daraufhin, dass dieser Pflanze schnelle Hilfe in vielen Bereichen zugesprochen wurde.

Feldehrenpreis

Der echte Ehrenpreis (Veronica officinalis) wächst gerne im Wald und bildet stehende harte Stengel deren blaue Blüten im Mai-Juni zu finden sind.Es gibt viele  Ehrenpreis-Arten die meisten sind deutlich kleiner als der “Echte” und sehen ähnlich wie ein Vergissmeinicht aus.  (Das Vergissmeinicht hat aber 5 Blütenblätter, die Ehrenpreis Arten nur 4!)
Ganz kleine Ehrenpreisarten mit Blüten von 2-5 Millimeter sind der Efeublättrige oder auch der Feldehrenpreis.

Da es unzählige Arten gibt ist es wichtig sie auseinanderhalten zu können.

 

Heilkraft wird dem echten Ehrenpreis und seinen 2 Artverwandten, die fast überall zu finden sind,  dem Gamander-Ehrenpreis und dem persischen Ehrenpreis nachgesagt.

Persischer Ehrenpreis

Der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) und der Persische Ehrenpreis (Veronica persica) sind nämlich für viele Menschen einfach Unkraut das man häufig bereits im März findet.
Die 2 Verwandten kleineren Arten des Ehrenpreis sind auch daran zu erkennen, dass sie beim Pflücken die Blüte verlieren. Gamander-Ehrenpreis hat einen 2-reihig behaarten Stengel und wird etwas größer als der Persische. Die Blüten sitzen traubenartig am Stengel. Der Persische Ehrenpreis hat nur einen Blütenkopf auf einem manchmal ausgelagerten Stengel und seine Blätter sind mehr gezackt, herzförmig gekerbt. Er erinnert an die Gundelrebe da er eher kriechend am Boden wächst.

Der Persische Ehrenpreis wird derzeit erforscht. Es gibt Studien die besagen, dass er bei Magenschleimhautentzündungen und Magengeschwüren hilft.
In Japan forscht man daran ob der Persische Ehrenpreis in der Krebsheilung unterstützend wirkt.

Derzeit gibt es im Deutschsprachigen Raum keine wissenschaftlich anerkannte belegte medizinische Wirkweise! Deshalb sind nachfolgende unterstützende Wirkungen rein als Information aus der Volksheilkundlichen Anwendung zu verstehen.

Ehrenpreis wirkt:

  • Stoffwechselanregend –   Detoxen & Abnehmen
  • Blutreinigende Wirkung  – chronische Hauterkrankungen
  • Äußerlich bei juckenden Hautproblemen und schlecht heilenden Wunden
  • als Einreibung – rheumatischen Schmerzen
  • seine Bitter- und Gerbstoffe tun gut bei Verdauungsproblemen
  • Expektorant bei Husten und Bronchialerkrankungen
  • Psychisch hilft er uns bei stressbedingtem Kopfschmerz, Nervosität und seelischem Stress.

Ehrenpreis enthält Aucubin das ein natürliches Antibiotika ist und damit entzündungshemmend und reizmildernd ist. Als Tinktur oder frisch hilft es gegen Schwellungen bei Insektenstichen und den Juckreiz. (Wie auch der Spitzwegerich.) Da sich Aucubin im Darm zersetzt wirkt es nicht als Tee!

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Veilchen

 

Viola Odoratae Herba – wohlriechendes Veilchen

Schon Hippokrates setzte das Veilchen für allerlei Beschwerden ein, unter anderem gegen Sehstörungen, Kopfschmerzen und Melancholie.

2007 war es die Heilpflanze des Jahres, denn man fand blutfettsenkende, antitumorale und antioxidative Wirkstoffe.

In der heutigen Naturheilkunde wird das Veilchen  (Blüte & Blatt) bei folgenden Beschwerden unterstützenden eingesetzt:

  • Beschwerden der Atemwege, z.B. Asthma, Husten, Bronchitis mit festsitzendem Schleim
  • Blutreinigung
  • rheumatische Gelenkserkrankungen, Gicht
  • Hauterkrankung, Ekzeme
  • Nervosität

Sebastian Kneipp empfahl für Gelenkserkrankungen einen Absud mit Essigwasser als Umschläge.

Das Veilchen kann als Tee,  Homöopathikum in Form der Urtinktur  “Viola Odorata”  oder Sirup angewandt werden.

In der Griechischen und Römischen Mythologie war das Veilchen untrennbar mit den Göttern verbunden und es ranken sich darum einige Geschichten. Das Veilchen ist der Göttin Persephone zugeordnet, wenn sie aus der Unterwelt empor kommt wachsen unter jedem Schritt auf der Erde die Veilchen. Pan brachte man als Ehrerbietung einen Strauß Veilchen und im Volksbrauchtum gibt es unzählige Legenden zu dieser Frühlingspflanze.

Mit ihrem süßen Duft gilt das Veilchen als Pflanze der Liebe die man schenkt um das Gegenüber zu betören.

Veilchenlikör ist die süße alkoholische Variante. Hier werden mühselig handgepflückt die kleinen lila Blüten angesetzt.

Althergebracht steht das Veilchen übrigens auch für Demut und Bescheidenheit.

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Taubnessel

Außer in der Volksmedizin geriet die Anwendung der Taubnessel in Vergessenheit. Kräuterpfarrer Künzle und Kneipp schätzten die Taubnessel aber sehr und retteten sie vor dem Vergessen.

Es gibt verschiedene Taubnesselarten – der weißen und vor allem gelben Taubnessel wird die meiste Heilkraft nachgesagt.
Die gefleckte blüht oft als erstes und schmeckt herrlich im Salat.

Bei Regelstörungen und Hautproblemen wurde sie eingesetzt, aber auch bei Atemwegsproblemen.

Ausser Weissfluss wird die Taubnessel auch gerne gegen alle Arten von Frauenbeschwerden eingesetzt, seien es schmerzhafte Menstruationsblutungen oder Wechseljahrsbeschwerden.
Die Taubnessel soll auch die Stärke der Blutungen regulieren, starke Blutungen werden abgeschwächt, schwache gestärkt.

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Gundermann

Die Gundelrebe gehörte zu den „Gundkräutern“, das bedeutet sie gehörte zu jenen Kräutern, die bei eiternden Geschwüren und schlecht heilenden Wunden hilfreich sind. (Das altgermanische „Gund“ bedeutet Eiter, faulige Flüssigkeit)

Die in der Gundelrebe enthaltenen Gerbstoffe haben die Fähigkeit wundes, schlecht heilendes und auch eiterndes Gewebe wieder zu straffen und zu festigen. Die Gerbstoffe der Lamiaceen besitzen zudem antivirale und antibiotische Eigenschaften und entlasten somit den Stoffwechsel bei Infekten aller Art.

Bei den Germanen galten Heilpflanzen, die in Milch aufgekocht waren als besonders wirksam, diese Ansicht ist bis in unsere Zeit hinein von der Volksheilkunde übernommen worden. Heute weiss man, dass die ätherischen Öle der Gundelrebe sich sehr gut in Fett oder Milch lösen und dadurch eine verbesserte Wirkung bei Schnupfen und Bronchitis besitzen.

 

Hildegard von Bingen empfahl das Kraut in heißen Umschlagen gegen Ohrenentzündungen und Ohrensausen oder, auf Rücken und Schenkel gelegt, sollte es den Frauen die Geburt erleichtern. In der Volksmedizin verwendet man Gundermann als Tee bei Magenleiden und Durchfall, bei Erkältungen, zum Gurgeln bei Halsschmerzen und als Wundumschlag. Er soll auch bei Blasen-, Milz-, Nieren- und Leberleiden helfen, weswegen man ihn “Steinumwickler” nennt.

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Giersch

Der Name (Aegopodium) leitet sich aus den griechischen Wörtern für Ziege und Füßchen her, wegen der einem Ziegenfuß ähnelden Kronblätter. Nach der mittelalterlichen Signaturenlehre ist Giersch deshalb für die Behandlung von Gicht in den Füßen geeignet.

In der modernen Pflanzenheilkunde spielt der Giersch keine Rolle mehr bei der Behandlung von Gicht und Rheuma, da man keine Inhaltsstoffe (ausser entwässerndes Kalium) finden konnte.

Der Giersch kann im Frühling als Salat oder Spinat als Frühlingskur genutzt werden.

Es wirkt  harntreibend, entzündungshemmend und ist kräftigend.

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Klettenlabkraut

Die Bezeichnung Labkraut ist zurückzuführen auf das in der Pflanze enthaltene Labferment. Labferment bringt Milch zum Gerinnen und eignet sich daher hervorragend zur Käse-Herstellung.

Schon Dioskurides wendete es im ersten Jahrhundert bei Müdigkeit und Erschöpfung an. Plinius setzte es bei Schlangenbissen, zum Blutstillen und bei Ohrenschmerzen ein. Heutzutage kommt Klettenlabkraut vor allem bei Harnwegsinfekten und Hautleiden zum Einsatz.

Tee mit Klettenlabkraut regt das Lymphgefäßsystem an und stimuliert unser Immunsystem. Aufgrund seiner reinigenden Wirkung für den gesamten Organismus eignet er sich zur Behandlung von Harnwegserkrankungen und zur Unterstützung bei Abnehmkuren.

Äußerlich angewendet hilft Klettenlabkraut-Tee bei Psoriasis, Pickeln, Akne und anderen Hauterkrankungen. Es ist sinnvoll, die äußere Behandlung mit einer inneren Anwendung zu begleiten.

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Vogelmiere

Vogelmiere kann das ganze Jahr über frisch geerntet werden. Sie schmeckt wie junger Mais und die ganze Pflanze ist ein nahrhaftes Wildkraut. Zubereitet in Speisen regt sie das Verdauungssystem sowie den Stoffwechsel an. Alle oberirdischen Teile wie Blüten, Blätter, Stiele und Samen werden gegessen, zB. im Salat.

Die Vogelmiere ist auch ein starkes Heilkraut. Von Kneipp wurden Anwendungen mit der Vogelmiere als beruhigend und schleimlösend bei Entzündungen der Atemwege beschrieben. Weiters hilft sie bei der Blutbildung, bei Rheuma, soll vor grauem Star schützen, den Cholesterinspiegel senken und anregend auf Verdauung und Stoffwechsel wirken.
Wegen der reinigenden Wirkung auf Blut, Niere und Blase wirkt Vogelmiere auch positiv bei Hautkrankheiten wie Schuppenflechte und Ekzemen.
Äußerlich hilft Vogelmiere bei starkem Juckreiz, Verbrennungen, Wunden, Geschwüren und entzündeten Augen.